Wusstest du, dass die Katze ursprünglich aus der Wüste stammt? Die Katzen, die heute mit uns leben, sind genetisch immer noch sehr eng mit ihrer wilden Vorfahrin, der Felbkatze (Felis silvestris lybica), verwandt. Dieses Wissen hilft, die Ernährungsbedürfnisse deines Stubentigers besser zu verstehen und zu entscheiden, ob Trockenfutter oder Nassfutter für deine Katze geeigneter ist. In diesem Blogartikel erfährst du, worauf es bei der artgerechten Fütterung deiner Katze ankommt und welche Futterform ihren natürlichen Bedürfnissen am nächsten kommt.
Das richtige Katzenfutter finden
Versetze dich in den ursprünglichen Lebensraum deiner Katze, die Wüste. Welche Ernährungsgrundlage gibt es dort und was bedeutet das für den hochspezialisierten Stoffwechsel und Verdauungstrakt deiner Katze? Welche Fütterungsentscheidungen kannst du daraus ableiten?
Katzen trinken von Natur aus wenig und fressen bis zu 15 kleine Beutetiere am Tag. Diese liefern nicht nur Energie, sondern auch den Grossteil der Flüssigkeit, die ihr Körper benötigt. Die Basis der Katzenernährung ist Fleisch, denn Katzen sind Karnivoren. Der Futtermittelmarkt bietet heute eine grosse Auswahl an verarbeiteten Fertigfuttern, die sich in Zusammensetzung und Qualität stark unterscheiden. Feuchtnahrung, Trockennahrung, BARF… Jede Fütterungsart hat ihre Vor- und Nachteile.
Feuchtfutter (Nassfutter) für Katzen
Aus ernährungsphysiologischer Sicht ist Feuchtfutter die artgerechteste Fütterungsform für Katzen. Dabei ist jedoch die richtige Zusammensetzung entscheidend. Eine gesunde Ernährung basiert auf einem hohen Fleischanteil und geringen Anteilen an Kohlenhydraten. Katzen gewinnen nämlich primär Energie aus Proteinen und nicht aus Kohlenhydraten.
Zusätzlich unterstützt der hohe Feuchtigkeitsgehalt die Flüssigkeitsaufnahme der «wenig-trinkenden» Katze. Hochwertige Produkte lassen sich anhand des Etiketts gut erkennen. Wenn du mehr über die Futtermitteldeklaration erfahren möchtest, dann lies unseren Blogartikel. Hochwertiges Nassfutter ist für viele Katzen die einfachste und gleichzeitig optimale Fütterungslösung.
Trockenfutter für Katzen
Aus produktionstechnischen Gründen besteht Trockennahrung immer aus einem gewissen Anteil an Kohlenhydraten. Diese sind für den Stoffwechsel von Katzen nur begrenzt verwertbar. Der geringe Feuchtigkeitsgehalt muss ausserdem durch vermehrtes Trinken ausgeglichen werden, was den natürlichen Trinkgewohnheiten der Katze widerspricht.
Die Vorteile von Trockenfutter kommen vor allem KatzenhalterInnen zugute. Dazu gehören die einfache Lagerung, die Eignung für den Futterautomaten, der geringere Geruch und die längere Haltbarkeit. Aber auch hier ist die Qualität entscheidend. Ein Blick auf die Inhaltsstoffe ist unerlässlich. Minderwertige Schlachtabfälle, Zucker, künstliche Aromen und Konservierungsstoffe haben in einer guten Katzennahrung nichts zu suchen.
Grundsätzlich sollte Feuchtnahrung der Trockennahrung vorgezogen werden. Letztendlich entscheidet jedoch auch der Geschmack der Katze, denn selbst das beste Futter nützt nichts, wenn es nicht gefressen wird.
Barfen
Beim Barfen wird rohes Fleisch gefüttert. Diese Fütterungsform erfordert jedoch viel Wissen. Damit der Nährstoffbedarf des Tieres gedeckt wird, müssen Muskelfleisch, Innereien, Knochen sowie Vitamine und Mineralstoffe korrekt aufeinander abgestimmt werden. Eine falsche Zusammensetzung kann schnell zu Mangelerscheinungen führen. Nach gründlicher Recherche findet man jedoch gute Rezepte und Fütterungspläne. Die grösste Herausforderung beim Barfen liegt in der langfristig ausgewogenen Versorgung mit allen Mengen- und Spurenelementen. Zudem ist diese Fütterungsform sehr zeitintensiv und eher kostspielig.
Fazit
Die artgerechte Ernährung deiner Katze sollte sich an ihrem natürlichen Ursprung als Wüstentier und Fleischfresser orientieren. Entscheidend für ihre Gesundheit sind ein hoher Fleischanteil, wenige Kohlenhydrate und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr.
Für die meisten Katzen ist Feuchtnahrung die beste Fütterungsform. Trockennahrung kann ergänzend eingesetzt werden, sollte aber nicht die Hauptnahrung sein. Barfen ist eine sehr naturnahe Alternative, erfordert jedoch Fachwissen und sorgfältige Planung.
Letztendlich gilt: Die beste Fütterung ist individuell verschieden. Wichtig ist, dass das Futter hochwertig und auf die Bedürfnisse deiner Katze abgestimmt ist.
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